Heute: Klimaanlagen

Heute gehen wir auf die Klimaanlagen ein. Auch das hat uns eine auf Tonstudios spezialisierte externe Klima-Firma gebaut. Hintergrund ist, das wir nicht eine 19 dB oder 25 dB Klimaanlage einbauen wollten, wie in so vielen anderen Studios, sondern so liese wie irgend möglich auch während der Aufnahmen die Klimaanlage benutzten wollten. Und so haben wir uns nicht für eine "Außeneinheit" mit einem kleinen, leisen Klimagerät pro Aufnahmeraum entschieden. Denn selbst hier sind die zur Zeit leisesten Geräte noch so laut, das jeder Tonmeister die Nase rümpft. Also musste ein System von langen Rohren her, die irgendwo mit kalter oder warmer Luft gespeist wurden.

Der Einbau von Klimaanlagen ist ein Kapitel für sich, da man einige "Rohre" braucht zum Wasser, Kühlmittel und Lufttransport. Das ganze muss natürlich absolut dicht in allen Bereichen sein, daher sollte es unbedingt vom Fachmann gemacht werden.

Und so sah dann das Innengerät an der Decke bei uns aus:

Klimainnengerät für 2 Studioräume

Die Inneneinheit hat einen Eingang vom Außengerät, mehrere weitere Schlauchein- und Ausgänge, 2 Luftausgänge und 2 Lufteingäne für die beiden Aufnahmekabinen und eine Zuleitung zur Fernbedinung. Der Luftstrom in den Räumen ist praktisch nicht hörbar, man spürt eben nur das Luft rauskommt. Nur im stärksten Modus sind minimale Geräusche zu hören. Die "Rohre" bestehen im Grunde aus Staniolpapaier mit Dämmwolle in 5 Schichten, dazu kleine Ringe zur Stbilität. Hier ein Foto davon:

Zuleitungsrohre bis zu 10 Meter lang

Und hier nochmal eine Nahaufnahme der Inneneinheit:

Innengerät Deckenmontage

Dieses Gerät hängt an der Decke und wurde später mit Freitragenden Decken zugemacht. Wegen der jährlichen Wartungen musste zwei Revisionsklappen angebracht werden.

Und hier das Außengerät, das bis zu 50 dB Schall erzeugt und daher kaum hörbar ist für unsere Nachbarn:

Außengerät hinter dem Badfenster versteckt

Bevor das Außengerät bei uns in 2,5m Höhe im Bad angebracht wurde, musste das obere Badfenster entfernt und durch ein Gitter ersetzt werden. Von Innen sah das dann so aus:

Badezimmer Fenster vor dem Ausbau für Klimaaußengerät

Dieses Klima-Gerät kann übrigens sowohl heizen als auch kühlen bis 2 Kilowatt, dazu Luftfeuchtigkeit vermindern. Nur eine Erhöhung der Luftfeuchte ist nicht möglilch. Es reicht um unsere 30 Kubikmeter Räume zu versorgen.

Dazu mussten wir übrigens 25cm Wandlöcher in unsere tragenden Wände bohren lassen, auch hier half wieder ein Statiker, der die richtigen Bohrpunkte bestimmte. Hiermal ein Blick auf die beiden Löcher von Studio 1 in Studio 2. Links für das Zuluft Rohr und rechts für die Abluft.

25 cm Wandlöcher für die Verbindungsrohre

Der Einbau der Klimaanalge benötigte übrigens nur 10 Stunden und war vollkommen problemslos. Später werden wir sehen, wie das dann im fertigen Zustand aussah...

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