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Selbstvermarktung Teil 4 - Newsletter und Zweitkontakt

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Heute beschäftigen wir uns mit den Möglichkeiten für Sprecher bei Sprecheragenturen oder Tonstudios im Gespräch zu bleiben nachdem der Erstkontakt erfolgreich war. An erster Stelle ist da wohl der Sprecher „Newsletter" zu nennen.

1.) Newsletter

a.) Wie sinnvoll ist ein Newsletter?

Ob es wichtig ist, einen Newsletter zu verschicken, dazu gibt es genau 2 Meinungen:

-Jene die sagen, bei meinen Kunden kommt der Newsletter immer gut an und ich bringe mich in deren 
 Gedächtnis zurück
-Jene, die das kategorisch ablehnen

Wie so oft steckt die Wahrheit wohl dazwischen: Wenn der Newsletter zielgerichtet ist, abgestimmt auf die Projekte der adressierten Agenturen und Studios, wenn wirkliche Neuigkeiten zu verkünden sind und nicht nur ein durchschaubares „Hallo, mich gibt's noch!"- dann ist ein Newsletter sinnvoll. Nehmt aber Abstand davon, wenn ihr nichts zu erzählen habt. Oder kurz: Ohne wirkliche News solltet ihr auch keinen Newsletter verfassen.


b.) Wann sollte ich einen Newsletter erstellen?

Viele Sprecher veröffentlichen Newsletter häufig, wenn es gerade nicht so gut läuft, beispielsweise im „Sommerloch" oder in den Ferien.

Der Antrieb ist dann: „Oh Mist, es läuft nicht so gut. Ich muss was machen."

Ein Newsletter sollte jedoch immer dann verschickt werden, wenn es gerade gut läuft. Dann gibt es was zu erzählen und offensichtlich passt die Stimme gerade in den Trend. Also nutzt die Gelegenheit, setzt euch hin und berichtet über eure Sprachaufnahmen.

Wir bekommen auch immer wieder Newsletter von Sprechern die in den Urlaub fahren, sich also "abmelden" und dann nicht verfügbar sind oder eben aus dem Urlaub wieder kommen. Das nervt schon ganz schön, denn wenn wir Sprecher wirklich brauchen und kennen, wissen wir eigentlich auch wann sie Urlaub machen. Insofern ist das verschicken der Urlaubsdaten verbunden mit einem Newsletter leicht durchschaubare „versteckte Werbung" und eher kontraproduktiv. Dann schreibt lieber gleich einen normalen Newsletter zumindest an Kunden, für die ihr sonst nicht oder kaum arbeitet.


c.) Was steht in einem Newsletter?

Inhaltlich würde ich mich fragen, was würde ein Tonstudio oder eine Sprecheragentur gerade jetzt wohl interessieren? Schaut euch also vorher mal kurz die Projektliste eurer Newsletter Kontakte an und verschickt dann zielgerichtet eure neuen Sprachproben.

Dazu könnt ihr vielleicht 2-3 Sprachproben verschicken, lieber als Link, 2-3 neue Projekte, ein optionales nettes Foto und die Möglichkeit den Newsletter abzubestellen. Also eher klein und fein und nicht ellenlange Listen. Auch hier gilt: Schaut nach, ob der Empfänger die Sprachproben/Projekte von Euch wirklich braucht und nicht ganz andere. Es ist schwierig, eure TV Spot-Produktion einem Hörspielstudio zu schicken. Also erstellt im Zweifelsfall lieber mehrere Newsletter passend zu den Projekten der Sprecheragentur oder Tonstudio und verschickt diese zielgerichtet. Auch wichtig: Personalisiert den Newsletter, tragt den richtigen Ansprechpartner ein und schreibt nicht z. B. „Liebe Agenturen und Freunde,". Idealerweise fügt ihr noch einen personalisierten Satz für den jeweiligen Ansprechpartner hinzu. Das kann alles automatisiert gemacht werden mit fast jedem E-Mail Programm und bringt Karma Punkte.


d.) Wie oft sollte man einen Newsetter schreiben?

Auch hier scheiden sich die Geister. Nicht in den Schulferien, denn dann liegt der Newsletter eventuell auf Halde. Mehr als 4 Mal pro Jahr würde ich das auch nicht machen, idealerweise so 1-2 Mal pro Jahr. Es gibt aber Sprecher/innen, die das öfters machen aber dann müssen es eben wirkliche News sein.


2.) Weitere Möglichkeiten der Kontaktverfolgung  

Letztlich ist es entscheidend auf der Liste der jeweiligen „Booker" einer Sprecheragentur, eines Tonstudios oder Synchronstudios zu landen und zu bleiben.

Je besser man sie kennt desto eher gibt es Aufträge. Das ist so und hängt eben vom Fit deiner Person und deiner Stimme mit den Vorstellungen des Auftraggebers oder Bookers zusammen.

Also gilt hier, nutzt alle Möglichkeiten, um die Stimmbucher besser kennenzulernen, geht auf „Agentur-Parties", zu Sprecherstammtischen, kontaktiert Sie auf Facebook, LinkedIn, Whatsapp usw.

Es gibt Aufträge, die mittlerweile auch über LinkedIn laufen. Unterschätzt also nicht die „Macht" der sozialen Medien für den Sprecherberuf.

Wenn ihr gerne telefoniert, ruft eure Kontakte an, auch hier am besten nach der Schulferienzeit oder weit vor Weihnachten denn dann sind die Anfragen am häufigsten. Aber seid genauso gut vorbereitet wie bei einer ersten Kontaktaufnahme. Dazu mehr unter „Erstkontakt".

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