Bau von Synchronstudios Teil 6

Sprachaufnahmen_Synchron_Berlin
Neues Jahr – neues Bauglück: Viel ist passiert und obwohl wir es nicht ganz geschafft haben, unseren Bau bereits 2019 abzuschließen, so haben wir doch eine ganze Menge geschafft. ​In einigen Wochen geht das erste Studio in Betrieb, die weiteren folgen peu à peu.

Beginnen wir mit dem Parkett. Alle Böden wurden fertig verlegt und dürfen ab jetzt vorerst nur noch mit Samtschuhen betreten werden. Dazu kommt, dass alle Fenster und Türen eingebaut wurden.

Mit einem Gewicht von bis zu 152 kg je Tür und unseren Doppelfenstern bzw. Dreifach-Regiefenstern musste hier einiges getan werden, um alles passgenau einzusetzen und außerdem noch eine gute Schallabsorption zu gewährleisten.

Abgerundet haben wir diesen Bauschritt mit einer Trittschallmessung.
Dafür hatte unser Akustiker extra ein sogenanntes Hammerwerk von 1970 mitgebracht. Im Vorraum aufgestellt und angeworfen, haben wir nur noch ein ganz leises Tippeln in den einzelnen Studios gehört.

Unsere Nachbarn hatten allerdings eher Sorge, dass wir in Zukunft immer so laute Geräusche von uns geben und kamen binnen 2 Minunten entgeistert zu uns rüber um nach dem Rechten zu sehen...


Abbildung 1 Unser Fischgrät-Parkett in Aufnahme 2, ist schon ein netter Blickfang...

Abbildung 2 Mit den Türen und Fenstern verschwindet aus den Räumen so langsam das Bau-Feeling auch wenn aus der Decke noch ne Menge Kabel raushängen.

Doch damit noch nicht genug. Mittlerweile haben wir alle notwendigen Audio- und Videokabel verlegt und die entsprechenden Kabelschächte geschlossen.

Die Tonnen von Steinwolle sind aufgebraucht (eBay Kleinanzeigen hat ein bisschen mitgeholfen) und auch im Foyer wurden die Fenster sowie Glastüren angebracht.

Des Weiteren wurde ca. 600 qm Stoff gespannt und wird es noch. Mit einer ersten Lage weißen Molton haben wir Wände und Decken bespannt. So kaschieren wir einerseits unsere Absorber und können gleichzeitig hohe Frequenzen noch ein bisschen eindämmen.

Außerdem wird so luftdicht die Steinwolle verschlossen, wichtig für alle Atemwege.

Abbildung 3 Diese Wand im Studioraum ist fertig zur Bespannung ...

Abbildung 4 ... und diese wurde bereits fertig bespannt. Hier ist das Ergebnis zu sehen, zusammen mit einem Diffusorfeld parallel zum Regiefenster.

Aktuell bringen wir schwarze Spannleisten an allen Ebenen an, damit unsere Handwerker hier später eine zweite Lage Zierstoff anbringen können. Das Ergebnis lässt sich bereits in unserem ersten Studio begutachten, siehe Titelbild. Wir werden noch ein paar Leisten anbringen und sehen uns demnächst beim Aufbau der Studiotechnik wieder.

Abbildung 4 Hier bringen wir die Spannleisten für die zweite Stofflage an.

Abbildung 5 Kaffee gefällig? Den wird es in unserem neuen Foyer bald zur Genüge geben. Es braucht nur noch ein bisschen Ordnung und Gemütlichkeit.Tageslicht ist schon da.

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ADR für "The Kings Man" mit Daniel Brühl
Bau von Synchronstudios Teil 5

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Kommentare

Gäste
Gäste - Markus Marok (website) am Mittwoch, 12. Juni 2024 12:45

Der Blogbeitrag zum Bau des Tonstudios ist spannend und zeigt beeindruckend, wie sorgfältig die Akustik und der Aufbau geplant und umgesetzt werden. Besonders das Verlegen des Parketts und die akustischen Maßnahmen sind interessante Einblicke in die Herausforderungen beim Bau eines professionellen Studios

Der Blogbeitrag zum Bau des Tonstudios ist spannend und zeigt beeindruckend, wie sorgfältig die Akustik und der Aufbau geplant und umgesetzt werden. Besonders das Verlegen des Parketts und die akustischen Maßnahmen sind interessante Einblicke in die Herausforderungen beim Bau eines professionellen Studios
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